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Besprechung „Simeon“, CD Oratorium zum Advent
von Eugen Eckert und Thomas Gabriel

Kritik von Dr. Martin Zentgraf zur CD "Simeon"

SIMEON. Oratorium zum Advent in sechs Bildern für Solisten, Chor, Orchester und Band zu Lukas 2, 25-28. Text: Eugen Eckert. Musik: Thomas Gabriel. CD Frankfurt 2008.

Die CD „Simeon“ kann über die Webseite der Band HABAKUK www.habakuk-musik.de zum Preis von 15,- € plus 2,50 € Versandkosten bezogen werden.


Der bekannte Liedermacher und Frankfurter Studentenpfarrer Eugen Eckert hat gemeinsam mit dem Kirchenmusiker Thomas Gabriel, der in Seligenstadt an der Einhard-Basilika tätig ist, in der Adventszeit 2007 ein drittes Oratorium zur Uraufführung gebracht. Nach „Daniel“ (1996) und Emmaus (2002) liegt nun mit „Simeon“ das dritte gemeinsame, ökumenisch geformte Werk vor. Insgesamt haben mehr als 100 Musiker/innen bei den ersten Aufführungen mitgewirkt.

Die Idee für „Simeon“ entstand aus einer Defizitmeldung: Eine Reihe von Kirchenmusiker/innen hatten Interesse an einem größeren Werk für die Adventszeit angemeldet, um in ihrer Aufführungspraxis nicht auf das Bachsche Magnifikat oder das Weihnachtsoratorium eng geführt zu sein. So wurde das Oratorium „Simeon“ nach der Uraufführung 2007 in der Adventszeit 2008 bereits im Saarland und im Rheinland von dort lebenden Musikern aufgeführt.

Das erste von sechs Bildern des Oratoriums trägt den Titel „Simeon, ein Wartender“. Die biblische Gestalt aus dem Lukasevangelium, der im Advents- und Weihnachtsbetrieb meist wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist gerade angesichts der heute herrschenden Instant-Mentalität ein wichtiges Vorbild. Warten zu können ist die Stärke des Simeon. Er verlässt sich auf die Zusage Gottes und wird so zum Mittelpunkt einer Adventsgeschichte über unfassbare Geduld, über Vertrauen, dass sich auch im Zweifel nicht erschüttern lässt, über Beharrlichkeit, die einfach nicht aufgibt.

Die Texte von Eugen Eckert überzeugen durch die sprachliche Qualität und die theologische Weitsicht, mit der Anspielungen auf die biblische und außerbiblische Literatur und die Zitate eingeführt werden. Die Bildfolge und die Verteilung der Rollen und Chorstücke macht die Geschichte aus dem Lukasevangelium und ihre Botschaft gut zugänglich. Den Hörerinnen und Hörern des Oratoriums wird schließlich der Horizont persönlicher Hoffnung geöffnet, wenn die auf Angelus Silesius zurückgehenden Worte vom Chor gesungen werden: „Und würde Christus tausendmal zu Bethlehem geboren – und nicht in mir, und nicht in dir, wir blieben ewiglich verloren.“

Die Musik von Thomas Gabriel, der auch als Regionalkantor für das Bistum Mainz übergreifend wirkt, unterstützt einerseits differenziert und vielgestaltig den Text mit seiner tief gehenden Aussage und bildet doch andererseits ein eigenständiges, von hohem ästhetischem Reiz getragenes Ausdrucksmittel. Die inzwischen auf langer Erfahrung beruhende Zusammenarbeit zwischen Eugen Eckert und Thomas Gabriel hat so einen Höhepunkt in der neuen Kirchenmusik entstehen lassen.

Die CD eignet sich nicht nur zum persönlichen Hören, sondern kann mit Gewinn auch in der Gemeindearbeit und insbesondere im Unterricht verwendet werden. Der Text ist im Begleitheft zur CD vollständig wiedergegeben. Dem Oratorium ist es zu wünschen, dass es noch oft und an vielen Orten zur Aufführung kommen wird.

Martin Zentgraf

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