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Junia
Junia (2010)
Das andere Paulus-Oratorium
Ein erster Eindruck könnte sein: das Oratorium Junia beginnt belanglos. Der Apostel Paulus diktiert den letzten Abschnitt seines Briefes an die Gemeinde in Rom (Röm 16) und reiht dabei Gruß an Gruß. Sein Weggefährte Timotheus ergänzt ihn. Selbst Tertius, der Schreiber, hat Mühe, die vielen Namen richtig zu buchstabieren. Wen von uns soll das interessieren?

Der zweite Blick geht tiefer. Mit vielen Nebenbemerkungen zeigt Paulus: er hat eine intensive Geschichte mit den Menschen, die er grüßt. Er kennt sie nicht nur persönlich. Bei manchen hat er gewohnt Mit allen hat er zusammengearbeitet. Zwei von ihnen, Pisca und Aquila, haben ihr Leben für ihn aufs Spiel gesetzt.

Neun von den 26 Menschen, die Paulus namentlich grüßt, sind Frauen. Und nun zeigt sich, dass Frauen Leitungsfunktionen in den Gemeinden hatten, dass sie entscheidend zur Ausbreitung des Evangeliums beitrugen und dass Paulus Frauen in der Verkündigungsarbeit als gleichrangig mit sich selbst würdigt.

Junia ragt heraus. Gemeinsam mit Andronikus, ihrem Gefährten, ist bereits Jahre vor Paulus Apostelin gewesen. Gemeinsam mit Paulus saßen beide im Gefängnis (Röm 16, 7).

Für die junge Christengemeinde ist Junia eine Frau von zentraler Bedeutung. Bis zum frühen Mittelalter zweifelt niemand daran. Dann aber machen lateinische Bibelübersetzungen aus der Apostelin einen Apostel. Junia wird zum Junias, obwohl es keinen Beleg für einen solchen Männernamen gibt. Ein Beispiel dafür, wie christliche Ausleger Paulus bei Bedarf patriarchal umgedeutet haben. Stoff für einen Krimi.

Erst Ende des 20. Jahrhunderts
wird Junia als Apostelin wiederentdeckt. Und damit sind wir in unserer Gegenwart. Denn Junias Emanzipation geht heute Hand in Hand mit der Emanzipation vieler Frauen in Gesellschaft und Kirche. Mit unserem vierten Oratorium – nach Daniel (19996), Emmaus (2002) und Simeon (2007) – stellen wir Junia dorthin, wohin sie historisch gehört: an die Seite des Apostels Paulus, als eine beherzte Frau, mitverantwortlich für die Ausbreitung des Evangeliums.


Eugen Eckert & Thomas Gabriel im Mai 2010
 Text: Eugen Eckert

Musik & Gesamtleitung: Thomas Gabriel

Live-Mitschnitt & Mischung 2010 Mathias Reusch
Booklet-Design & Fotografie Mathias Neubauer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Martin Steinert
Produktionsleitung Engelsklang OHG
www.engelsklang.com

Korinth: Brief nach Rom
Auf dem Capitol in Rom
Junia und Andronikus im Gefängnis
In Korinth, im Haus des Gaius
Beim Abendmahl im Haus des Gaius
Paulus im Gerfängnis
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